Was Transparenz bei AlgoCompass bedeutet
Technische Bewertungen sind nur dann sinnvoll einzuordnen,
wenn ihre Datenbasis, ihre Entstehung und ihre Grenzen
verständlich bleiben. AlgoCompass ist deshalb nicht als
undurchsichtige Entscheidungsmaschine konzipiert, sondern
als regelbasiertes Analyse-System mit nachvollziehbaren
Verarbeitungsschritten.
Bekannte Datenbasis
Die technische Analyse basiert auf öffentlichen Marktdaten.
Preis-, Volumen- und Kerzendaten bilden eine klar
definierte Grundlage.
Definierte Regeln
Strategien arbeiten mit festgelegten Bedingungen,
Parametern und Filtern. Eine Bewertung entsteht nicht
durch eine verborgene spontane Entscheidung.
Einordenbare Ergebnisse
Signale werden mit Markt, Timeframe, Bewertungsrichtung
und weiteren technischen Informationen in einen
nachvollziehbaren Kontext gestellt.
Offene Grenzen
Kein technisches Modell kennt die Zukunft. Unsicherheit,
Fehlsignale und begrenzte Aussagekraft historischer
Ergebnisse werden nicht ausgeblendet.
SYSTEMVERSTÄNDNIS
Nachvollziehbare Regeln statt Blackbox
Was transparent gemacht wird
- Datenquelle und analysierter Markt
- Timeframe und Zeitpunkt der Bewertung
- technische Bewertungsrichtung
- relevante Faktoren und Marktbedingungen
- historische Kennzahlen im richtigen Kontext
Was AlgoCompass nicht behauptet
- dass ein Signal sicher eintreffen wird
- dass historische Resultate zukünftige Gewinne beweisen
- dass eine Kennzahl allein Strategiequalität garantiert
- dass technische Analyse persönliches Risikomanagement ersetzt
- dass das System bessere Informationen als der Markt besitzt
VIER TRANSPARENZEBENEN
Vom Eingangswert bis zur Einordnung
Transparenz betrifft nicht nur das ausgegebene Signal.
Sie beginnt bei den verwendeten Daten und reicht bis zur
sachlichen Einordnung des Ergebnisses.
01
Daten
Welche Marktdaten wurden betrachtet?
02
Verarbeitung
Welche regelbasierten Schritte wurden ausgeführt?
03
Ergebnis
Welche technische Bewertung ist entstanden?
04
Einordnung
Was lässt sich daraus ableiten – und was nicht?
DAS TRANSPARENZPRINZIP
Nicht jede Berechnung muss sichtbar sein.
Ihre Bedeutung muss nachvollziehbar bleiben.
AlgoCompass soll komplexe technische Verarbeitung
verständlich zusammenfassen, ohne Genauigkeit oder
Gewissheit vorzutäuschen. Der Nutzer erhält Orientierung
über Datenbasis, Bewertungsrichtung und technischen Kontext –
die Interpretation und Handelsentscheidung bleiben bei ihm.
Von den Marktdaten zum Signal
Ein Signal entsteht nicht aus einer einzelnen Kursbewegung.
Zwischen dem Abruf öffentlicher Marktdaten und der Ausgabe
über Telegram liegen mehrere klar getrennte Verarbeitungs-,
Prüf- und Bewertungsschritte.
01
EINGANG
Marktdaten abrufen
Öffentliche Preis-, Volumen- und Kerzendaten werden
für den jeweiligen Markt und Timeframe abgerufen.
02
AUFBEREITUNG
Daten vereinheitlichen
Zeitstempel, Datenformate und Kerzenreihen werden in
eine konsistente interne Struktur überführt.
03
VALIDIERUNG
Plausibilität prüfen
Unvollständige, widersprüchliche oder ungeeignete
Eingangsdaten sollen vor der Analyse erkannt werden.
04
ANALYSE
Strategien auswerten
Die zwölf Strategien prüfen ihre jeweils definierten
technischen Bedingungen auf demselben Datenstand.
05
EINORDNUNG
Ergebnisse bewerten
Einzelresultate werden gefiltert, auf Konfluenz geprüft
und zu einer technischen Gesamteinschätzung verbunden.
06
AUSGABE
Signal bereitstellen
Die technische Bewertung wird dokumentiert und für
den ausgewählten Empfänger über Telegram ausgegeben.
DATENVALIDIERUNG
Analyse nur auf geeigneter Datenbasis
01
Geschlossene Kerzen
Strategien sollen auf abgeschlossenen Zeitintervallen
und nicht auf unfertigen Zwischenständen basieren.
02
Einheitliche Zeitbasis
Zeitstempel und Timeframes werden konsistent
zugeordnet und verarbeitet.
03
Ausreichende Historie
Indikatoren werden nur berechnet, wenn genügend
historische Beobachtungen verfügbar sind.
04
Plausible Werte
Offensichtliche Datenlücken und technisch
unplausible Werte sollen erkannt werden.
NACHVOLLZIEHBARKEIT
Jede Stufe beantwortet eine andere Frage
DATEN
Was wurde analysiert?
Markt, Timeframe, Kerzenhistorie und Analysezeitpunkt.
METHODIK
Wie wurde bewertet?
Definierte Strategien, Bedingungen, Filter und Kennzahlen.
ERGEBNIS
Was ist entstanden?
Einzelbewertungen, Konfluenz und technische Gesamtrichtung.
AUSGABE
Was wurde mitgeteilt?
Die für den Nutzer aufbereitete technische Einordnung.
GEMEINSAMER DATENSTAND
Unterschiedliche Strategien – identische Eingangsgrundlage
Alle Strategien eines Analyselaufs erhalten denselben
validierten Datenstand. Abweichende Resultate entstehen dadurch
aus unterschiedlichen Strategieregeln und technischen
Perspektiven – nicht aus voneinander abweichenden Marktdaten.
Bewertungsrichtung und Aussagegrenzen verständlich dokumentiert
und voneinander getrennt bleiben.
Was ein Signal transparent macht
Eine isolierte Richtungsangabe wie bullish oder bearish reicht für eine sachliche Einordnung nicht aus. Ein AlgoCompass-Signal verbindet die technische Bewertung deshalb mit Markt, Timeframe, Referenzpreis, Analysezeitpunkt und den relevanten technischen Faktoren.
BEISPIELDARSTELLUNG
Technische Bewertung mit Kontext
INSTRUMENT
BTC / USDT
TECHNISCHE GESAMTBEWERTUNGBullishMehrere technische Bedingungen sprechen im betrachteten Zeitfenster für eine positive Marktstruktur.
MARKTBTC / USDTDas analysierte Instrument.
TIMEFRAME4HDer betrachtete Analysezeitraum.
REFERENZPREISPreis zum AnalysezeitpunktKein garantierter Ausführungspreis.
MARKTPHASETrendTechnische Einordnung des Marktumfelds.
KONFLUENZErhöhtMehrere Beobachtungen stimmen überein.
ZEITPUNKTAnalysezeitZeitpunkt der berechneten Bewertung.
TECHNISCHE FAKTOREN
INFORMATIONSEBENEN
Sechs Bestandteile für eine nachvollziehbare Einordnung
Instrument
Bezeichnet eindeutig den analysierten Markt oder das betrachtete Handelspaar.
Timeframe
Zeigt, auf welchem zeitlichen Beobachtungsfenster die Bewertung beruht.
Bewertungsrichtung
Ordnet das Ergebnis als bullish, neutral oder bearish ein.
Marktkontext
Beschreibt Marktphase, technische Struktur und relevante Bedingungen.
Konfluenz
Zeigt, ob mehrere technische Beobachtungen dieselbe Einordnung unterstützen.
Analysezeitpunkt
Verankert die Bewertung in einem klar bestimmten Datenstand.
BEGRIFFLICHE TRENNUNG
Beobachtung, Bewertung und Entscheidung sind nicht dasselbe
01BeobachtungMessbare Marktdaten, Indikatoren und technische Bedingungen.
02BewertungRegelbasierte Einordnung der beobachteten technischen Situation.
03SignalStrukturierte Mitteilung des technischen Bewertungsergebnisses.
04NutzerentscheidungPersönliche Interpretation unter Berücksichtigung des eigenen Risikos.
TECHNISCHE EINORDNUNG
Drei mögliche Bewertungsrichtungen
Bullish
Die ausgewerteten Bedingungen sprechen überwiegend für eine positive technische Marktstruktur.
Neutral
Die technische Lage liefert keine ausreichend klare oder konsistente Bewertungsrichtung.
Bearish
Die ausgewerteten Bedingungen sprechen überwiegend für eine negative technische Marktstruktur.
WICHTIGE EINORDNUNG
Eine technische Bewertung ist keine Handlungsanweisung
Ein Signal beschreibt die vom System erkannte technische Situation zum Analysezeitpunkt. Es legt weder Positionsgröße noch Hebel, Einstieg, Stop-Loss oder persönliches Verlustrisiko fest. Diese Entscheidungen bleiben vollständig beim Nutzer.
Nachvollziehbare Strategieergebnisse
Die zwölf Strategien werden nicht als anonyme Stimmen
zusammengezählt. Jede Strategie prüft ihre eigenen Bedingungen
und erzeugt zunächst ein separates Ergebnis. Erst anschließend
wird untersucht, welche Beobachtungen relevant sind und ob
daraus eine belastbare technische Konfluenz entsteht.
Eigene Regeln
Jede Strategie besitzt definierte Bedingungen, Parameter
und eine eigenständige Bewertungslogik.
Separate Ergebnisse
Die Resultate werden zunächst getrennt ermittelt und
bleiben den jeweiligen Strategien zuordenbar.
Technische Filter
Ein Ergebnis wird nur berücksichtigt, wenn die dafür
vorgesehenen Markt- und Plausibilitätsfilter erfüllt sind.
Kontextabhängigkeit
Die Bedeutung eines Resultats hängt von Marktphase,
Timeframe und technischer Umgebung ab.
BEISPIELHAFTE EINZELAUSWERTUNG
Strategien können unterschiedliche Resultate liefern
BTC / USDT
4H
Trend
Identisch
STRATEGIE
PERSPEKTIVE
ERGEBNIS
STATUS
Trendstruktur
Trend
Bullish
Relevant
Momentum
Dynamik
Bullish
Relevant
Mean Reversion
Überdehnung
Neutral
Keine Bedingung
Volatilität
Marktaktivität
Neutral
Bestätigt
Breakout
Ausbruch
Bearish
Filter nicht erfüllt
Beispieldarstellung:
Die Bezeichnungen zeigen das Prinzip einer getrennten
Auswertung. Sie stellen keine aktuelle Marktanalyse dar.
ZUSAMMENFÜHRUNG
Von Einzelresultaten zur technischen Gesamteinschätzung
Die Zusammenführung erfolgt in mehreren Stufen. Dadurch
bleibt erkennbar, dass eine Gesamteinschätzung nicht mit
einer einfachen Stimmenmehrheit gleichzusetzen ist.
01
Einzelresultate
Jede Strategie liefert ein separates Ergebnis.
02
Relevanzprüfung
Nicht passende oder ungültige Resultate werden ausgesondert.
03
Konfluenz
Übereinstimmungen technisch relevanter Faktoren werden geprüft.
04
Gesamteinschätzung
Das Ergebnis wird im jeweiligen Marktkontext eingeordnet.
KEINE MEHRHEITSABSTIMMUNG
Sieben bullish Resultate bedeuten nicht automatisch ein Kaufsignal
Die Zahl übereinstimmender Resultate allein sagt noch nichts
über deren Qualität oder Unabhängigkeit aus. Mehrere Strategien
können auf ähnliche technische Faktoren reagieren. Entscheidend
sind deshalb Relevanz, Filter, Marktphase und die inhaltliche
Konfluenz der Beobachtungen.
MÖGLICHE EINZELRESULTATE
Ein Ergebnis kann Richtung, Neutralität oder Ungültigkeit ausdrücken
Bullish
Die definierten Bedingungen sprechen für eine
positive technische Einordnung.
Neutral
Es liegt keine ausreichend klare technische
Richtung vor.
Bearish
Die definierten Bedingungen sprechen für eine
negative technische Einordnung.
Nicht relevant
Voraussetzungen oder technische Filter sind
nicht erfüllt.
DAS BEWERTUNGSPRINZIP
Transparenz beginnt bei den Einzelresultaten.
Die Gesamteinschätzung ist ihr eingeordneter Kontext.
Unterschiedliche Strategien dürfen zu unterschiedlichen
Ergebnissen kommen. Diese Abweichungen sind kein Systemfehler,
sondern Ausdruck verschiedener analytischer Perspektiven auf
denselben Markt und denselben validierten Datenstand.
Historische Ergebnisse richtig einordnen
Backtests zeigen, wie eine definierte Strategie unter
historischen Bedingungen reagiert hätte. Sie helfen dabei,
Regeln zu prüfen, Strategien zu vergleichen und Schwächen
sichtbar zu machen. Sie beweisen jedoch weder zukünftige
Gewinne noch die dauerhafte Stabilität eines Modells.
Historische Simulation
Ein Backtest wendet festgelegte Regeln auf vergangene
Marktdaten an.
Begrenzte Stichprobe
Jedes Ergebnis gilt nur für die untersuchten Märkte,
Zeiträume und Marktphasen.
Reale Kosten berücksichtigen
Gebühren, Spread, Slippage und Ausführungsbedingungen
können Ergebnisse deutlich verändern.
Keine Zukunftsgarantie
Vergangene Muster und Kennzahlen müssen sich künftig
nicht wiederholen.
KENNZAHLEN IM ZUSAMMENSPIEL
Keine einzelne Zahl beschreibt Strategiequalität vollständig
Trefferquote
WIN RATE
Anteil der ausgewerteten Signale, die nach den
definierten Regeln positiv abgeschlossen wurden.
Nicht isoliert bewerten
Eine hohe Trefferquote kann durch wenige große
Verluste trotzdem unprofitabel sein.
Profit Factor
GEWINNE / VERLUSTE
Verhältnis der kumulierten Bruttogewinne zu den
kumulierten Bruttoverlusten.
Qualität der Verteilung
Werte über 1 zeigen historisch mehr Bruttogewinn
als Bruttoverlust.
Expectancy
ERWARTUNGSWERT
Durchschnittlicher statistischer Ergebnisbeitrag
eines Signals innerhalb der Stichprobe.
Qualität pro Beobachtung
Verknüpft Trefferwahrscheinlichkeit mit
durchschnittlichen Gewinnen und Verlusten.
Maximum Drawdown
HISTORISCHER RÜCKGANG
Größter beobachteter Rückgang vom bisherigen
Höchststand zum folgenden Tiefpunkt.
Risikodimension
Zeigt historische Belastung, aber nicht den
maximal möglichen zukünftigen Verlust.
Stichprobengröße
ANZAHL DER BEOBACHTUNGEN
Anzahl der unabhängigen Signale oder Trades, auf
denen eine Kennzahl beruht.
Statistische Belastbarkeit
Wenige Beobachtungen können ein stark verzerrtes
Bild erzeugen.
Kostenwirkung
GEBÜHREN · SPREAD · SLIPPAGE
Differenz zwischen theoretischer Bruttoperformance
und realistisch angenäherter Nettoperformance.
Umsetzbarkeit
Besonders häufige Strategien können stark auf
Handelskosten reagieren.
BACKTESTING-BIAS
Typische Verzerrungen systematisch kontrollieren
Lookahead Bias
Der Test darf nur Informationen verwenden, die zum
simulierten Zeitpunkt tatsächlich verfügbar waren.
Overfitting
Zu starke Anpassung an historische Besonderheiten
kann außerhalb der Testdaten versagen.
Selection Bias
Märkte und Zeiträume dürfen nicht allein wegen
besonders guter Ergebnisse ausgewählt werden.
Kosten-Bias
Zu optimistische Gebühren-, Spread- oder Slippage-
Annahmen können Resultate erheblich überschätzen.
Regime Bias
Ein Testzeitraum kann überwiegend nur eine bestimmte
Marktphase wie einen Bullenmarkt enthalten.
Multiple Testing
Je mehr Varianten getestet werden, desto höher ist
die Wahrscheinlichkeit zufällig guter Ergebnisse.
METHODISCHE TRENNUNG
Entwicklung und unabhängige Prüfung auseinanderhalten
Eine Strategie sollte nicht ausschließlich mit denselben
Daten entwickelt und bewertet werden. Getrennte Zeitbereiche
helfen dabei, die Übertragbarkeit der Regeln realistischer
zu beurteilen.
01
Trainingsfenster
Regeln und Parameter werden auf einem begrenzten
historischen Datenbereich entwickelt.
02
Parameter fixieren
Die gewählte Konfiguration wird vor der unabhängigen
Prüfung festgelegt.
03
Out-of-Sample-Test
Die Strategie wird auf zuvor nicht verwendeten
Zeiträumen geprüft.
04
Walk-Forward-Prüfung
Entwicklung und Prüfung werden über mehrere
aufeinanderfolgende Zeitfenster wiederholt.
ERGEBNISDARSTELLUNG
Eine Kennzahl braucht ihre methodischen Rahmenbedingungen
Markt und Timeframe
Auf welchen Instrumenten und Zeitfenstern wurde getestet?
Testzeitraum
Welche historischen Marktphasen sind enthalten?
Stichprobe
Auf wie vielen Signalen oder Trades basiert das Ergebnis?
Kostenannahmen
Welche Gebühren-, Spread- und Slippage-Werte wurden verwendet?
Testmethodik
Welche Daten wurden für Entwicklung und Prüfung eingesetzt?
Strategieversion
Für welchen dokumentierten Regelstand gelten die Kennzahlen?
DAS BACKTEST-PRINZIP
Historische Ergebnisse messen die Vergangenheit.
Sie garantieren nicht die Zukunft.
Der Nutzen eines Backtests liegt nicht in einer scheinbar
perfekten Performancekurve. Entscheidend ist, ob Regeln,
Annahmen, Kosten, Stichprobe und Testtrennung so dokumentiert
sind, dass das Ergebnis kritisch beurteilt werden kann.
Grenzen und Unsicherheit offen benennen
Technische Analyse reduziert Unsicherheit nicht auf null.
Märkte verändern sich, historische Zusammenhänge können
schwächer werden und unerwartete Ereignisse können etablierte
Strukturen innerhalb kurzer Zeit auflösen. Transparenz bedeutet
deshalb auch, die Grenzen jeder Bewertung klar zu benennen.
Keine sichere Prognose
Ein technisches Signal beschreibt Wahrscheinlichkeiten
und Bedingungen – keinen sicher eintretenden Kursverlauf.
Fehlsignale sind möglich
Auch logisch konsistente Strategien können falsche,
verspätete oder wirtschaftlich unbrauchbare Signale liefern.
Marktregime verändern sich
Eine Strategie kann in einem Trendmarkt funktionieren
und in einer Seitwärtsphase deutlich schwächer reagieren.
Individuelles Risiko unbekannt
Das System kennt weder Vermögen, Risikotoleranz,
Verpflichtungen noch die Gesamtpositionen des Nutzers.
UNSICHERHEITSQUELLEN
Ein Signal kann aus mehreren Gründen scheitern
Neue Informationen
Nachrichten, Regulierung oder makroökonomische Ereignisse
können die Marktlage abrupt verändern.
Liquidität
Geringe Markttiefe kann Preisbewegungen, Spread und
Ausführungsqualität deutlich beeinflussen.
Volatilitätssprünge
Plötzliche Schwankungen können technische Strukturen
schneller ungültig machen als vorgesehen.
Veränderte Zusammenhänge
Historische Korrelationen und Marktbeziehungen können
sich abschwächen oder umkehren.
Daten- und Technikfehler
Datenquellen, Netzwerke oder technische Komponenten
können zeitweise ausfallen oder fehlerhafte Werte liefern.
Abweichende Ausführung
Der tatsächlich erreichbare Preis kann vom angezeigten
Referenzpreis abweichen.
ZEITLICHE GÜLTIGKEIT
Eine Bewertung ist an ihren Datenstand gebunden
Ein Signal beschreibt die technische Situation zum angegebenen
Analysezeitpunkt. Mit jeder neuen Kerze und jeder veränderten
Marktbedingung kann eine erneute Bewertung zu einem anderen
Ergebnis führen.
01
Datenstand
Die Bewertung verwendet die zu diesem Zeitpunkt
verfügbaren Marktdaten.
02
Momentaufnahme
Das Signal fasst die aktuelle technische
Einordnung zusammen.
03
Neue Information
Preis, Volumen oder Marktstruktur verändern
die Ausgangslage.
04
Neue Bewertung
Der nächste Analyselauf kann eine andere
Richtung ergeben.
FUNKTIONSGRENZE
Technische Unterstützung – keine persönliche Entscheidung
Was AlgoCompass leisten kann
- Märkte systematisch beobachten
- definierte Strategieregeln auswerten
- technische Bedingungen strukturieren
- Ergebnisse nachvollziehbar einordnen
- relevante Signale übermitteln
- Bewertungen und Kennzahlen dokumentieren
Was AlgoCompass nicht leisten kann
- zukünftige Kurse sicher vorhersagen
- Gewinne oder Renditen garantieren
- die finanzielle Situation des Nutzers beurteilen
- eine individuell passende Positionsgröße bestimmen
- Verluste oder technische Ausfälle ausschließen
- persönliches Risikomanagement ersetzen
RISIKO-ALLOKATION
Ein Signal definiert keine vertretbare Kapitalallokation
Selbst eine technisch starke Konfluenz sagt nicht, welcher
Kapitalanteil eingesetzt werden sollte. Positionsgröße,
Portfoliokorrelation, Hebel, Stop-Distanz und maximal
tolerierbarer Verlust müssen unabhängig von der Signalrichtung
festgelegt werden.
VERANTWORTUNGSAUFTEILUNG
Systembewertung und Nutzerentscheidung bleiben getrennt
SYSTEM
Markt beobachten
Öffentliche Marktdaten strukturiert verarbeiten.
MODELL
Technisch bewerten
Definierte Regeln und Filter anwenden.
AUSGABE
Ergebnis mitteilen
Technische Einordnung nachvollziehbar ausgeben.
NUTZER
Eigenständig entscheiden
Risiko, Eignung und mögliche Handlung selbst beurteilen.
DAS GRENZENPRINZIP
Transparenz bedeutet nicht, Unsicherheit zu beseitigen.
Sie bedeutet, Unsicherheit sichtbar zu machen.
AlgoCompass soll technische Marktbedingungen strukturiert und
nachvollziehbar einordnen. Das System kann die Qualität einer
persönlichen Handelsentscheidung jedoch weder beurteilen noch
deren Ergebnis garantieren.
Dokumentation und Verantwortung
Technische Ergebnisse sind nur dann dauerhaft nachvollziehbar,
wenn Datenstand, Strategieversion und Bewertungszeitpunkt
voneinander unterschieden werden können. AlgoCompass ist deshalb
darauf ausgelegt, wesentliche System- und Ergebnisinformationen
strukturiert zu dokumentieren.
Zeitliche Zuordnung
Eine Bewertung wird einem bestimmten Analysezeitpunkt
und Datenstand zugeordnet.
Strategieversion
Ergebnisse sollen dem jeweils verwendeten Regel- und
Parameterstand zugeordnet werden können.
Ergebnisprotokoll
Technische Bewertungen und relevante Kennzahlen können
für spätere Prüfungen dokumentiert werden.
Änderungshistorie
Wesentliche methodische Anpassungen sollen von früheren
Regelständen unterscheidbar bleiben.
TECHNISCHER DATENSATZ
Welche Informationen einer Bewertung zugeordnet werden können
MARKT
Instrument
Eindeutige Bezeichnung des analysierten Marktes.
TIMEFRAME
Analysezeitraum
Zeitliche Ebene der technischen Bewertung.
ZEITPUNKT
Analysezeit
Zeitliche Zuordnung des verwendeten Datenstands.
METHODIK
Strategieversion
Zuordnung zu Regeln und Parameterstand.
ERGEBNIS
Bewertungsrichtung
Bullish, neutral, bearish oder nicht relevant.
KONTEXT
Technische Faktoren
Relevante Bedingungen und Konfluenzmerkmale.
DATENQUELLE
Marktdaten
Technische Herkunft der verwendeten Eingangsdaten.
AUSGABE
Signalstatus
Technischer Status der vorgesehenen Übermittlung.
VERSIONIERUNG
Ein Ergebnis gehört immer zu einem bestimmten Regelstand
Werden Regeln, Filter oder Parameter verändert, können spätere
Ergebnisse nicht ohne Weiteres mit früheren Resultaten
gleichgesetzt werden. Eine nachvollziehbare Versionierung
trennt diese Entwicklungsstände.
01
Regelstand
Definierte Logik und Parameter einer Strategieversion.
02
Validierung
Prüfung der Version auf historischen und getrennten Daten.
03
Freigabe
Dokumentierter Einsatz im laufenden Analysesystem.
04
Historie
Frühere Ergebnisse bleiben ihrem Regelstand zugeordnet.
METHODISCHE ÄNDERUNGEN
Nicht jede Anpassung bedeutet eine Verbesserung
Änderungsgrund
Warum wurde eine Regel, ein Filter oder ein Parameter
angepasst?
Auswirkung
Welche Signale, Marktphasen oder Kennzahlen können
betroffen sein?
Erneute Prüfung
Wurde die veränderte Version unabhängig und mit
realistischen Annahmen getestet?
Sauberer Vergleich
Werden Ergebnisse verschiedener Versionen klar
voneinander getrennt?
DOKUMENTATIONSGRENZE
Protokollierung macht ein Ergebnis prüfbar – nicht richtig
Dokumentation ermöglicht
- eine zeitliche Zuordnung
- den Vergleich von Strategieversionen
- die Prüfung technischer Ergebnisse
- die Analyse wiederkehrender Fehler
- eine konsistente historische Auswertung
Dokumentation garantiert nicht
- dass ein Signal profitabel ist
- dass die Strategie künftig funktioniert
- dass Datenquellen immer fehlerfrei sind
- dass eine Nutzerentscheidung geeignet ist
- dass Verluste verhindert werden können
KLARE VERANTWORTUNG
Technische Verantwortung und Handelsverantwortung
ALGOCOMPASS
Technische Systemaufgabe
- Marktdaten strukturiert verarbeiten
- definierte Regeln konsistent anwenden
- technische Ergebnisse nachvollziehbar ausgeben
- Systemgrenzen und Unsicherheit benennen
- methodische Änderungen dokumentieren
NUTZER
Persönliche Entscheidungsaufgabe
- Signal und Marktumfeld selbst beurteilen
- finanzielle Eignung eigenständig prüfen
- Positionsgröße und Risiko bestimmen
- mögliche Verluste berücksichtigen
- jede Handelsentscheidung selbst treffen
ALGOCOMPASS · TRANSPARENZPRINZIP
Daten offenlegen. Methodik erklären. Grenzen benennen.
Entscheidung beim Nutzer belassen.
AlgoCompass soll technische Marktbeobachtung nicht als
Gewissheit darstellen. Transparenz entsteht durch eine
nachvollziehbare Datenbasis, definierte Regeln, einordenbare
Ergebnisse, realistische historische Prüfungen und die offene
Darstellung von Unsicherheit.
Datenbasis
Methodik
Ergebnis
Grenzen
Entscheidung
